Borreliose, Übertragung durch einen Insekten- und nicht nur Zeckenbiss

Schmerzlos aber tückisch

Schmerzlos aber tückisch kann der Biss einer Zecke, einer Bremse oder eines Moskitos den Menschen infizieren. Inzwischen wird die Borreliiose sogar zu den venerischen Infektionen, also Infektionen , die  durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können, gezählt. Durch Borreliose-Bakterien, die sich im Beißwerkzeug  des Insektes  befinden, oder aber duch  Sperma oder Körpersekreten von bereits infizierten Menschen, werden jährlich Kinder und  Erwachsene von dieser heimtückischen Krankheit heimgesucht. Oft treten Symptome erst nach ein paar Wochen oder Monaten auf. Was die Infektion durch Insekten inclusive Zecken anbetrifft, so ist in warmen Ländern und im Süden Deutschlands die Gefahr, sich mit  Borreliose zu infizieren, am größten. Von Frühling bis Herbst besteht ein sehr großes Risiko bei Unternehmungen im Wald oder Parks, so Frau Dr. Reinke der Clinica Port d`Andratx. Allgemeinärztin auf Mallorca.

Infektion und Beschwerden

Liegt eine Infektion vor, ist der gesamte Organismus von Entzündungen betroffen. Bei gesunden Menschen verhindern spezielle Antikörper eine Infektion, die körpereigene Abwehr verhindert Entzündungsherde des gesamten Organismus. Bei älteren Menschen oder Kindern reichen diese oftmals nicht aus, der Körper wird infiziert. Tritt nach dem Biss eine Röte um die Bissstelle auf, weitet sich diese aus, ist das ein ernstzunehmendes Alarmzeichen. Es muss aber nicht vorhanden sein. Leider ist es immer noch nicht allgemein bekannt, dass das sogenannte Erythema migrans ausbleiben kann. Hier gilt, zu beobachten, ob sich eine Rötung um die Bißstelle ausbreitet, sich Ringe um die Bissstelle bilden oder dieses Phänomen wieder verblasst.

Erste Anzeichen einer Infektion sind dauernde Müdigkeit, Schmerzen der Glieder und Gelenke, Kopfweh, im fortgeschrittenem Stadium auch geschwollene Lymphknoten. Anzeichen, die auf Borreliose hinweisen, auch wenn der Kontakt mit dem Erreger bereits  vor vielen Monaten oder gar Jahren passiert ist. Im zweiten Stadium treten diese Symptome verstärkt nach einigen Wochen auf, hinzu kommen Lähmungen, Sehschwäche, Entzündungen der Herzmuskeln, Depressionen und chronische Beschwerden. Auch psychische Veränderungen wie Depressionen können auftreten.

Diagnose

Durch die Erstbefragung entnimmt der Arzt dem Patienten bereits viele Informationen, zur Abklärung ob eine Borreliose Infektion vorliegen könnte. Zur Sicherheit wird eine Blutprobe ins Labor geschickt, um Antikörper der Borreliose festzustellen. Leider sind die gängigen preiswerterenn Tests häufig falsch negativ.  Inzwischen gibt es jedoch wenige Spezial-Labors, wie das Deutsche Chroniker-Labor, die eine Infektion mit Borreliose und auch Co-Infektionen wie Bartonella oder Babesien  sicher feststellen können, da sie alle Antikörperbanden überprüfen.

Marco Haase, Geschäftsführer des Deutschen Chroniker Labors, beantwortet im Interview die 10 wichtigsten Fragen zur Multisystemkrankheit Borreliose.





Wird man z.B. von einer Zecke gebissen, so ist es auf jeden Fall empfehlensert , diese sofort sachgerecht entfernen zu lassen und die Zecke in ein Speziellabor zu schicken, um überprüfen zu lassen, ob sich in Ihrem Beißwerkzeug Borrelienerreger befinden. Da Antikörper im Blut des Menschen, die die Infektion nachweisen, erst 3 Monate nach Erstkontakt mit den Borrelien nachgewiesen werden können, erspart der frühzeitige Erregernachweis im Beißwerkzeug der Zecke wertvolle Zeit, mit der Antibiotika-Therapie frühzeitig zu beginnen und die Infektion im Anfangsstadium einzudämmen.

Therapie

Menschen die an Borreliose erkrankt sind, werden mit einer langwierigen, antibiotischen Kur behandelt. Alternativ und auch zusätzlich  kommen homöopathische Behandlungsmethoden zum Einsatz, Kuren mit Heilkräutern und speziellen Zuchtpilzen. Je nach Befinden des Patienten, müssen  Behandlungsmethoden kombiniert  angewendet werde.  Eine 100%ige Heilung besteht zu 80-90%. In Einzelfällen, wenn die Borreliose zu spät erkannt wird, sind bleibende Schäden, wie Gelenk-und Muskelschmerzen sowie irreperable Nervenschäden die Folge.  Nach ca. 1 Monat folgt ein weiterer Bluttest, um sicherzustellen, dass die Antibiotika Therapie wirksam war. Ziel ist es, die Borreliose Bakterien zu bekämpfen, den geschwächten Körper zu stärken. Die Therapie der Borreliose ist häufig ein langwieriger Weg, der sowohl Patient als auch Arzt viel Geduld abverlangt.

Fazit

Zecken, Moskitos, Bremsen und andere Stechinsekten  leben in der Natur, einen sicheren Schutz gibt es nicht, jedoch kann jeder selbst darauf achten, ob sich Z. B  eine Zecke festgesetzt hat. Nach dem Aufenthalt im Wald oder Grünen, Kleidung ausziehen und den Körper mit einem kurzen Blick nach Zecken absuchen. Je länger sie sich festgesaugt haben, desto größer ist das Risiko, sich bereits infiziert zu haben. Wird man fündig, entfernt man die Zecke vorsichtig mit einer Zange samt Kopf, die Wunde mit Desinfektionsmittel reinigen. Zur Sicherzeit den Biss einige Stunden beobachten. Sollte sich ein roter Ring um die Stelle bilden, sofort zum Arzt, die Gefahr an Borreliose erkrankt zu sein, ist erhöht. Aber auch ohne dieses klassische klinische Zeichen, empfiehlt es sich, wenn möglich das Insekt untersuchen zu lassen, bei späteren auftauchenden fraglichen Symptomen auch an die Diagnose  Borreliose respektive Lyme desase zu denken und den Arzt nach den erforderlichen Bluttest zu fragen.