Gicht

Gicht, weitverbreitete Erkrankung des Stoffwechsels

Bei Patienten mit Gicht findet sich im Blut eine erhöhte Konzentration an Harnsäure. Hauptsächlich in Fingern, Zehen und Händen verankern sich Harn-Kristalle und führen zu Entzündungen von Gelenken, Schleimbeuteln und Sehnen. Unbehandelt werden die Schmerzen chronisch und führen zu Fehlfunktionen der Nieren sowie der Bildung von Nierensteinen. Durch einen Bluttest erkennt der Arzt die Harnsäurekonzentration im Blut.  Der Normalwert sollte 7 mg/ pro dl bei Männern und 5,7 mg/dl bei Frauen nicht überschreiten.

Männer öfter von Gicht betroffen als Frauen

Warum Männer häufiger an dieser Stoffwechselstörung leiden, ist bis heute nicht geklärt. Laut Statistik erkranken jedoch Frauen erst in der zweiten Lebenshälfte ihres Lebens an Gicht und haben bis zu ihren Wechseljahren einen indirekten Schutz durch Hormone. Untereilt in verschiedene Stadien, heilt die Gicht zu Beginn von selbst wieder aus, sofern sich außer zu hohen Blutwerten keine anderen Symptome zeigen. Im zweiten Stadium sind Schwellungen und gerötete Gelenke sichtbar, Belastungen des betroffenen Gelenks schmerzen, der Patient bekommt manchmal sogar  Fieber und Schüttelfrostanfälle. Im dritten Stadium häufigen sich die Gichtattacken immer häufiger, sofern die Krankheit unbehandelt bleibt. Die Schmerzen dehnen sich auf alle weitere Gelenke aus, so Allmedica Frau Dr. Reinke, Clinica Port d`Andratx auf Mallorca.

Ursachen und Auslöser für eine Überkonzentration

Gendefekte und eine ungesunde Lebensweise sind die Hauptursachen für die Gicht. Extremes Übergewicht, Mangel an Bewegung, Medikamente und Antibiotika beeinflussen die Harnsäurekonzentration ebenso negativ. Ist das Gleichgewicht zwischen Bildung und Ausscheiden der Harnsäure gestört, stellt der Arzt eine Hyperurikämie fest. Weitere Risikofaktoren sind ein hoher Verzehr von Innereien, rohem Fleisch und Frischwurst, oder zu schneller Zellabbau bedingt durch vorbestehende Krankheiten. Auslöser sind Ablagerungen bzw. kleine Herde von Harnsäure- Kristallen. Anfangs kann dies zu unerklärlichem Hautjucken führen, im fortgeschrittenem Stadium und bei deutlich erhöhten Harnsäurewerten folgen starke Schmerzen verschiedener Gelenke einhergehend mit Schwellungen und Überwärmung derselben. Teilweise werden Gelenke auch steif, sodass keine Bewegungen mehr möglich sind.

Unterschied zwischen sekundärer und primärer Gicht

Die sekundäre Hyperurikämie entsteht durch Krankheiten oder Organstörungen. Bei Blutkrebs oder anderen Erkrankungen des Blutes tritt die Gicht häufig als Folgeerkrankung auf, da vermehrt Körperzellen abgebaut werden. Spezielle Antibiotika, Alkohol, Zigaretten, Diabetes und streng durchgeführte Diäten sind ebenfalls negative Auslöser. Im Gegensatz zur primären Gicht, tritt die sekundäre Variante öfter auf. Eine Übersäuerung im Körper oder Diuretika bei  z. B. bei  hohem Blutdruck, die Wasser aus dem Körper schwemmen und  damit den Blutdruck senken können den Harnsäurespiegel ebenfalls erhöhen.

Wie wird Gicht therapiert

Bei auftretenden Gichtattacken verschreibt der Arzt entzündungshemmende Medikamente und Cortison gegen die Schmerzen. Verabreicht in Tablettenform oder durch  Spritzen. Ruhen und das Gelenk schonen, kühlen und nicht belasten. In Folge die Ernährung umstellen, auf eine vitaminreiche Kost achten, wenig Fleisch und Wurst, dafür gesunde Vollwertkost auf dem  täglichen Speiseplan. Keine strengen Diäten, Fastenzeiten vermeiden und auf reichhaltige fettige Mahlzeiten verzichten. Mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag trinken, Alkoholische Getränke meiden und auf sein Gewicht achten.

Fazit

Wer sich an diese Regeln hält, wird auf Dauer weniger Gichtanfälle bemerken und bei körperlich, aktiver Lebensweise seinen Harnsäurespiegel auf die ganz natürliche Art wieder ins Gleichgewicht bringen. Lassen Sie regelmäßig ihr Blut untersuchen, leben Sie gesund und sind sportlich aktiv, damit die Gicht nicht zu einer chronischen Erkrankung wird und Ihre Lebensweise negativ beeinflusst.