Lebensmittelvergiftung

Unterschieden wird in Lebensmittelinfektionen und Lebensmittelintoxikationen.

Werden Lebensmittel mit überfälligem Verfallsdatum, verunreinigtes Obst und Gemüse oder gar giftige Nahrungsmittel zu sich genommen, ist die Gefahr sehr groß, an einer Lebensmittelvergiftung zu erkranken. Dr. Reinke, Allmedica, Clinica Port d‘ Andratx, auf Mallorca, hat oft mit derartigen Erkrankungen zu tun.

Welche Arten von Lebensmittelvergiftungen gibt es?

Unterschieden wird in Lebensmittelinfektionen und Lebensmittelintoxikationen. Beide Arten haben langwierige Krankheitsverläufe, sind für den Patienten sehr unangenehm.

Bei Lebensmittelintoxikation – sind Toxine die Ursache. Hier entstehen und vermehren sich Mikroorganismen bei schlechten Lebensmitteln-Lagerbedingungen in der Küche oder dem Kühlschrank. Beim Verzehr von Lebensmitteln, die bereits Keime angesetzt haben, treten sofort  die typischen Krankheitssymptome wie Bauchkrämpfe oder Durchfall auf.

Bei Lebensmittelinfektionen – sind lebendige, bakterielle Erreger die Ursache. Durch die Aufnahme von Flüssigkeit oder dem Wasser im Körper werden sie transportiert, setzen sich an bestimmten Organen fest und vermehren sich beliebig. Folge sind Beschwerden wie z. B. bei einer Salmonellenvergiftung. Schon eine sehr geringe Menge von diesen Erregern können schwerwiegende Infektionen verursachen.

Beschwerden und Komplikationen

Nach dem Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln treten Magen- und Bauchkrämpfe auf, der Darm rebelliert, es kommt zu Durchfall, Fieber und argem Brechreiz. Der Körper verliert viel Wasser, der Elektrolytehaushalt gerät ins Schwanken. Patienten mit Lebensmittelvergiftungen müssen viel trinken, um den Kreislauf stabil zu halten, das geschwächte Immunsystem zu stärken und beginnen, den Magen langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen.

Mögliche Erreger für Lebensmittelvergiftungen

  • Campylobacter, dieses Bakterium ist die häufigste Ursache für Beschwerden und Erkrankungen des Darms, im Urlaub oder auf Reisen fängt man sich diese Bakterien sehr häufig ein. In nicht ausreichend gekochten oder erhitzten Geflügelprodukten kommen sie vor. Meist heilt die Erkrankung ohne Medikamente innerhalb einer Woche vollkommen aus.
  • Salmonellen, auch hier sind nicht ausreichend durch gekochte Lebensmittel  Auslöser für die bakterielle Erkrankung. Besonders rohes Fleisch vermischt mit Eiern bildet das erhöhte Risiko einer Salmonellenvergiftung. Magen und Darmbeschwerden führen zu schweren Durchfällen, hohem Fieber und   Bauchkrämpfen, verbunden mit sehr starker Übelkeit. Ca. 12 Stunden nach dem Verzehr treten die ersten Symptome auf. Kuriert wird mit ein paar Fastentagen und viel Flüssigkeit, um Kreislauf und Immunsystem wieder zu stärken.
  • Listerien, kommen in verschiedenen Käsesorten und rohem Fleisch vor. Zu niedrige Temperateuren im Kühlschrank können ebenfalls Auslöser für diese Keime sein. Im Verlauf der Krankheit kommt es zu Durchfall und Kopfweh. Behandelt werden Listerien mit Antibiotika zur Eliminierung der Bakterien.
  • Metalle, wie Kupfer, Eisen oder Blei können ebenfalls Auslöser sein, in den Sommermonaten natürlich auch Pilzvergiftungen.

Meldepflicht

Jede Lebensmittelvergiftung muss dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Dafür hat das Bundesministerium die Meldepflicht angeordnet. Lebensmittel, welche unter Verdacht einer bakteriellen Infektion stehen, werden Gesundheitsämtern und Lebensmittellabors zu weiterführenden Tests vorgelegt.

Zum Schluss

Sauberkeit in der Küche sowie stetiges Waschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr sind wichtig. Gerade in den warmen Sommermonaten auf die richtige Kühlung und Lagerung von Lebensmitteln achten, da Keime Wärme mögen und sich dadurch schneller vermehren. Kuchen zum Beispiel schmeckt lecker und sieht verführerisch aus, lange haltbar sind sie meistens nicht, schnell kann der Magen rumoren, der Gang zur Toilette eilig werden, wenn leckere Speisen bereits von Keimen befallen sind.