Reizdarm

Colon irritable, der Reizdarm

Beim Reizdarm ist häufig die Funktion des Dickdarms eingeschränkt, teilweise ist auch der Dünndarm betroffen. Ständig wiederkehrende Bauchschmerzen über viele Monate oder auch Jahre hinweg, verbunden mit einem Blähbauch nach den Mahlzeiten und wechselhaftem Stuhlgang  können  Hinweise auf das Reizdarmsyndrom sein. Betroffene mit dem Symptomenkomplex fühlen sich oft von der Gesellschaft ausgegrenzt und sind selbst sehr unglücklich. Unterwegs gerät man oft in peinliche Situationen, vermeidet es länger unterwegs zu sein.

Ca. 10 Millionen Menschen leiden am Reizdarmsyndrom und oftmals sind keine medizinischen Erkrankungen die Ursache, sondern nur Ängste, eine kranke Seele, die die Verdauung stört und den Darm reizt. Häufig zeigt sich begleitend  eine sogenannte Darmdysbiose, d.h. die Keime , die natürlicherweise im Darm vorkommen, sind durch z.B. häufige oder langwierige Antibiotikatherapie ins Ungleichgewicht geraten.

Wie äußert sich ein Reizdarm

Der Patient leidet unter Bauchkrämpfen, heftigen Durchfall und krampfartigen Schmerzen in der Bauchgegend. Oftmals treten die Beschwerden erst Stunden nach den Mahlzeiten auf. Der Stuhl wechselt häufig zwischen Durchfall und Verstopfung, zudem  bemerkt der Patient plötzlich Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei verschiedenen Lebensmitteln.

Häufigste Ursache - Stress

Erwiesen sind keine Faktoren, die das Reizdarmsyndrom verursachen, aber Stress steht an erster Stelle und ist laut Statistik der Hauptauslöser für das Reizdarmsyndrom, laut Allmedica Frau Dr. Reinke, Clinica Port d`Andratx auf Mallorca. Hektik, Aufregung und Nervosität sind bis zu einem gewissen Grad vitalisierend für  unseren Erfolg im privaten Leben und auch geschäftlich auf der Arbeit. Doch wenn die Grenze überschritten wird, die Anforderungen zu hoch werden  und die Psyche rebelliert, reagiert der Körper und sendet Warnsignale, auf die wir reagieren müssen. In vielen Fällen ist die Verdauung betroffen, der Darm wird gereizt, es kommt zu Durchfall, Körper und Seele  werden nervös und krank.

Folgende Auslöser sind oft die Ursache:

  • eintönige Ernährung, in vielen Fällen ernährt sich der Patient zu ballaststoffarm
  • auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert der Patient mit Unverträglichkeit  oder bekommt davon krampfartige Bauchschmerzen
  • Hektik und Ärger im Alltag, Konflikt-Situationen, die die Seele belasten und den Verdauungstrakt einschränken

Was kann man selbst tun

  • warme Wickel oder eine Wärmflasche auf den Bauch legen, denn Wärme entspannt
  • Tee mit Kümmel oder Anis in kleinen Schlucken trinken
  • an der frischen Luft ein- und ausatmen, tief in den Bauch hinein und wieder hinaus
  • auf dem Rücken liegend in ruhigen Bewegungen, kreisend den Bauch massieren
  • Gehen Sie laufen, in Ruhe entspannt 30 Minuten spazieren und abschalten
  • Baden Sie in ätherischen Ölen, wohl tun Melisse und Lavendel

Das sollten Sie meiden

  • Getränke mit Koffein, diese reizen den Darm
  • Stress vermeiden, tun Sie alles in Ruhe, lassen Sie sich nicht drängen
  • Essen sie nicht fett, sondern vitaminreich und bevorzugt Ballaststoff reich
  • Nehmen Sie die Mahlzeiten nicht zu hastig ein
  • Vermeiden Sie Diskussionen während des Essens

Fazit

Sind krankhafte Veränderungen oder Symptome ausgeschlossen, ist der Reizdarm auf eine kranke Psyche zurückzuführen. Was für den einen mit  Anspannung und Hektik zum Erfolg führt, zeigt sich bei anderen als Überforderung in der Arbeit oder in der Familie. An manchen Tagen macht uns Stress nichts aus, an anderen wiederrum reagieren wir über.

Das Reizdarmsyndrom ist eine seelische Erkrankung, die aus Konfliktsituationen heraus  entsteht. Finden Sie heraus, was für Ursachen in Frage kommen. Scheidung, Trennung, der Verlust eines geliebten Menschen, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder einfach nur Hektik bei den alltäglichen Erledigungen. Es liegt an Ihnen, wie schnell sie den Stress in Griff bekommen, die Ursache finden und bekämpfen, um wieder entspannt und glücklich jeden Tag zu genießen.